Donnerstag, 11. September 2025

Eine kleine Katze namens Reza - Fortsetzung Teil 63

Liebe Katzenfreunde,

heute ist zwar ein regnerischer Tat und es hat sich in der Tat abgekühlt, aber nach der brütenden Hitze und der stechenden Sonne der letzten Tage ist das für mich eine große Wohltat. Schließlich trage ich auch im Sommer Pelz, wenn er auch dünner und fluffiger als im Winter ist, aber das ist nicht wirklich eine große Erleichterung. Am schönsten ist es an heißen Tagen, wenn sie sich zu vorgerückter Stunde in sternenklare Nächte verwandeln. Da kippen meine Menschen dann die Fenster, natürlich so, dass keine Zugluft entsteht und wenn meine Mama von der Zeitung nach Hause kommt, extra eine halbe Stunde früher, dann macht sie alle Fenster ganz weit auf - ein Wohltat!
Allerdings kam ich da schon, ich glaube, es ist jetzt zwei oder sogar drei Jahre her, auf einen verwegenen Gedanken. Wie wäre es, so überlegte ich, wenn ich aus dem ersten Südfenster stiege und über das Gesimse bis vor zum Erker liefe? Auf das Gesicht meiner Mama war ich schon sehr neugierig. Gedacht, getan! Da meine Mama gerade mein und das Menschenfrühstück vorbereitete, konnte sie zunächst nicht sehen, welchen Streich ich ihr spielte. Naja, was soll ich sagen? Als sie mich vor dem rechten Erkerfenster entdeckte, schimpfte sie nicht einmal, sondern wurde blaß. Sie redete ganz ruhig auf mich ein und öffnete das Erkerfenster. Leichtfüßig stieg ich ins Zimmer und stürzte mich auf mein Frühstück. Ab dem Zeitpunkt wurde ich entweder in die Küche oder ins Speisezimmer gesperrt, wenn meine Mama durchlüften wollte und später waren dann alle Fenster, bis auf mein Ostfenster, gekippt. Zuerst schmollte ich deswegen, aber mit der Zeit sah ich ein, dass der Spaziergang auf dem Gesimse nicht nur gefährlich sondern einfach nur blöd war.

Streiche spiele ich meinen Eltern aber trotzdem, das kann und will ich mir nicht abgewöhnen. Am meisten macht es mir Spaß, wenn sie mich suchen. Eigentlich kann ich nicht aus der Wohnung, aber wenn mir danach ist, flitze ich schon einmal durch die geöffnete Wohnungstür ins Treppenhaus. Weit gehe ich nicht, es könnte ja ein anderer Mensch kommen, aber da dürfen sich meine Eltern schon mal sportlich betätigen.
Oder ich verstecke mich hinter dem Sofa "Tobelandschaft" und rühre mich nicht.....

Mit vielen schnurrs, purrs und roons,

Eure gewitzte Reza 

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